DFB-News: Völler bleibt – das nächste Indiz für den anstehenden Klopp-Deal

Jürgen Klopp


DFB-Liveblog

Stand: 07.07.2026 • 19:45 Uhr

Alle Nachrichten rund um das DFB-Team im Liveblog.

07.07.2026 • 19:44 Uhr

Völler verteidigt Nagelsmann: „Viele Aussagen waren ungerecht“

Eine Woche nach dem bitteren DFB-Aus im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay hat sich Sportdirektor Rudi Völler erneut zur Trennung von Trainer Julian Nagelsmann geäußert. „Nach kurzen Nächten der Überlegung war klar, dass es keinen Sinn mehr macht“, sagte Völler. „Wir hätten es gerne anders gehabt. Das hat man ja auch mitbekommen, dass ich gerne mit Julian weitergemacht hätte.“

Weil man aber bis auf die Auftaktpartie gegen Curacao (7:1) keine guten Spiele gezeigt habe, sei die Trennung „mehr als richtig“. Dennoch verteidigte Völler Nagelsmann: „Viele Aussagen von Medien und teilweise auch Experten waren hart, auch ungerecht.“ Weitere Worte zu Nagelsmann aber wollte Völler nicht verlieren: „Wir müssen jetzt nach vorne schauen.“

07.07.2026 • 17:14 Uhr

Das DFB-Gesamtpaket – inklusive Klopp – überzeugt Völler

„Das Gesamtpaket hat den Ausschlag gegeben, dass ich weitermache“, sagte Rudi Völler zur Verkündung, dass er seinen Vertrag beim DFB bis 2028 erfüllen möchte. Explizit nannte Völler, dass auch ein langes Telefonat mit dem designierten Bundestrainer Jürgen Klopp ausschlaggebend gewesen sei.

Dass Völler Klopp offensiv als Grund für eine weitere Zusammenarbeit nennt, ist ein weiteres Indiz für den bevorstehenden Klopp-Deal. Beim Telefonat mit Klopp habe sich für Völler schnell herauskristallisiert, dass die Zusammenarbeit der beiden „funktionieren kann und wird“. Vollzug zum Deal wollte Völler noch nicht melden, doch man hoffe, dass die Verpflichtung bald in trockenen Tüchern sei.

Auch mit Oliver Mintzlaff, als Red-Bull-Geschäftsführer derzeit noch Vorgesetzter von Klopp, habe Völler gesprochen. Der Geschäftsführer des Konzern würde „total befürworten“, dass der Sportdirektor beim DFB bleibe. Grünes Licht also zumindest vom Noch-Arbeitgeber Klopps.

07.07.2026 • 11:36 Uhr

Hoeneß macht sich für DFB-Engagement von Mertesacker stark

Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München hat sich für ein Engagement von Per Mertesacker beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) starkgemacht. „Wenn man acht Jahre lang bei Arsenal war, muss man etwas können – und genau das ist es, was wir jetzt brauchen“, sagte der 74-Jährige der „Bild“. Mertesacker habe als ehemaliger Profi „große internationale Erfahrung“, betonte Hoeneß: „Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann. Und: Er würde es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen. Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt.“

Mertesacker – 2014 mit Deutschland Weltmeister und aktuell TV-Experte beim ZDF – hatte seine Bereitschaft, im Zuge des Neuaufbaus nach dem neuerlichen WM-Desaster einen Posten beim DFB zu übernehmen, bereits erklärt. „Irgendwann mal beim DFB zu arbeiten und dem deutschen Fußball, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückzugeben, reizt mich. Dafür stehe ich natürlich zur Verfügung.“

Der 41-Jährige hat acht Jahre lang erfolgreich die Akademie des englischen Meisters FC Arsenal geleitet. Ein ähnlicher Posten wird beim DFB bald frei: Zum Jahresende gibt Andreas Rettig seinen Job als Geschäftsführer Sport, zuständig für die Bereiche Nationalmannschaften und Akademie, ab.

07.07.2026 • 10:39 Uhr

Nationalkeeper Nübel vor Wechsel nach Istanbul

Nach lediglich vier Pflichtspiel-Einsätzen in sechs Jahren ist die Zeit für Nationaltorwart Alexander Nübel beim FC Bayern München endgültig abgelaufen: Der 29 Jahre alte Torhüter steht vor einem Wechsel zu Besiktas in die türkische Süper Lig. Der Klub aus Istanbul bestätigte am Dienstag (07.07.2026) eine „grundsätzliche Einigung“. Nübel werde am Dienstagabend am Atatürk-Flughafen erwartet, hieß es. Danach soll der Medizincheck erfolgen und der Transfer abgeschlossen werden.

Die Münchner kassieren demnach bis zu sieben Millionen Euro Ablöse, durch Boni könnten weitere fünf Millionen hinzukommen. Allerdings soll Nübel von den Bayern eine millionenschwere Abfindung erhalten, heißt es. Sein hoch dotierter Vertrag beim Rekordmeister – von rund elf Millionen Euro Jahresgehalt war immer die Rede gewesen – läuft noch bis 2029.

Der gebürtige Paderborner war 2020 als designierter Nachfolger von Manuel Neuer von Schalke 04 nach München gewechselt. Doch die großen Hoffnungen erfüllten sich nie. Nübel war zunächst an die AS Monaco und die vergangenen drei Jahre an den VfB Stuttgart verliehen. Inzwischen gilt längst Jonas Urbig als Neuer-Kronprinz.

Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko stand Nübel im deutschen Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Er bestritt bisher drei Länderspiele.

07.07.2026 • 00:00 Uhr

Arsene Wenger zweifelt wegen DFB-Profis an Klopp-Wende

Trainer-Legende Arsene Wenger hat sich schützend vor Julian Nagelsmann gestellt. „Ich glaube nicht, dass er in diesem Turnier große Fehler gemacht hat. Im Moment fehlt Deutschland etwas, denn man sieht in diesem Turnier, wie wichtig ein richtiger Goalgetter ist“, sagte Wenger, obwohl das DFB-Team mit Deniz Undav zumindest einen überaus effektiven Joker hatte. „Man braucht einen Spieler, der in entscheidenden Momenten trifft, wie Harry Kane in England. Aber den gibt es derzig in Deutschland nicht.“

In der „TikTok“-Sendung „Kroos & Kross“ sprach der ehemalige Arsenal-Coach auch über Nagelsmanns wahrscheinlichen Nachfolger Jürgen Klopp. „Niemand stellt die Qualität von Klopp in Frage, er ist ein Top-Manager. Du siehst aber in Brasilien, dass sie Carlo Ancelotti bekommen haben, aber immer noch die gleichen Spieler haben. Gute Spieler brauchen einen großartigen Trainer, aber großartige Trainer brauchen auch gute Spieler. Man braucht beides zusammen“, sagte Wenger.

06.07.2026 • 19:42 Uhr

Beziehungskünstler Klopp – holt er Weggefährten zum DFB?

„Andere Leute sammeln Titel, ich sammele Beziehungen“, ist ein Satz von Jürgen Klopp, der den wahrscheinlich nächsten Bundestrainer gut beschreibt. Bei seinen Karrierestationen in Mainz, Dortmund und Liverpool war der deutsche Trainer extrem beliebt. Der 59-Jährige hat sich durch seine authentische Art ein Netzwerk im Fußball aufgebaut, das jetzt auch der DFB nutzen will.

In Hannes Wolf wirkt als „Direktor Nachwuchs, Training und Entwicklung“ bereits ein langjähriger Vertrauter Klopps beim DFB – schon vor Jahren bezeichnete Klopp Wolf als „Rohdiamanten“. Sollte Klopp tatsächlich Bundestrainer werden, wäre es keine Überraschung, wenn weitere ehemalige Weggefährten ebenfalls einen DFB-Job bekämen.

06.07.2026 • 18:38 Uhr

Wahrscheinlichkeit eines Klopp-Deals? Watzke: „Über 50 Prozent“

Für Ligapräsident und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke ist die Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer kein Selbstläufer, auch wenn sich der Verband und der 59-Jährige sehr deutlich zu einer Zusammenarbeit bekannt haben. „Das ist definitiv noch nicht abgehakt. Das muss man alleine schon vor dem Hintergrund des RB-Engagements so sehen“, sagte der 67-Jährige im Interview mit dem ZDF.

Watzke hob damit ab auf das bis 2029 geschlossene Arbeitsverhältnis von Klopp als Head of Global Soccer beim österreichischen Getränke-Konzern Red Bull. Watzke verwies im übrigen auch darauf, dass es in der Vergangenheit beim Deutschen Fußball-Bund immer wieder Situationen gegeben habe, in denen man sich einer Personalie zu sicher gewesen sei.

Der langjährige Chef von Borussia Dortmund schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass Ex-BVB-Coach Klopp nach dem frühen WM-Aus in Amerika die Nachfolge von Julian Nagelsmann (38) antreten werde, „größer als 50 Prozent“ ein. Watzke sprach von „einem Masterplan A“, den man durchsetzen wolle. Gemeinsam mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf soll er nach New York reisen, um dort Gespräche mit dem bei der WM als TV-Experte arbeitenden Klopp sowie dessen Berater Marc Kosicke zu führen.

06.07.2026 • 16:33 Uhr

DFB-Vizepräsident Göttlich: „Es ist unerträglich“

Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli und Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat sich zum „Fall Balogun“ geäußert. „Wenn das alles so passiert ist, ist das ein ungeheuerlicher politischer Übergriff“, sagte Göttlich im Gespräch mit dem NDR. „Es ist jetzt all das passiert, was man sich nicht gewünscht hat. Nämlich, dass autokratische Kräfte aktiv auf den Fußball Eingriff nehmen. Es ist unerträglich.“

Und weiter: „Dass wir uns den Fußball jetzt auch noch von der Politik wegnehmen lassen, ist etwas, das gegen alles verstößt, für das wir beim FC St. Pauli stehen. Das hat mit unserem Demokratieverständnis gar nichts zu tun. Das ist ein Angriff auf die Glaubwürdigkeit des Fußballs. Und dieser Angriff kommt auch noch aus der Mitte, vom organisierenden Verband, der FIFA. Das wirft ein ganz übles Bild auf die FIFA.“

06.07.2026 • 14:49 Uhr

Nagelsmann-Aus: Wie ging es für die anderen Ex-Bundestrainer weiter?

Julian Nagelsmann ist nun offiziell ein Ex-Bundestrainer. Für ihn stellt sich nun die Frage, wie er nach seinem Rücktritt weitermachen möchte. Seine Vorgänger hatten unterschiedliche Ansätze, wie sie mit dem DFB-Aus umgegangen sind: Auszeit, Karriereende oder der direkte Sprung in ein neues Abenteuer? Für Julian Nagelsmann gibt es mahnende Beispiele aber auch Vorbilder.

06.07.2026 • 09:33 Uhr

Fall Balogun – Neuendorf: „Geht um die Integrität des Wettbewerbs“

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat auf den Fall Folarin Balogun reagiert. „Die FIFA sollte sich jetzt rasch zu Berichten erklären, wonach der Entscheidung zur Aussetzung der Roten Karte gegen den amerikanischen Spieler Folarin Balogun ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino vorausgegangen sein soll“, sagte der Spitzenfunktionär in einer Stellungnahme. „Der Eindruck, dass es hier eine aktive Einflussnahme der Politik auf den Sport gegeben hat, muss zügig und schlüssig ausgeräumt werden. Es geht um die Integrität des Wettbewerbs und die Glaubwürdigkeit der FIFA“, sagte Neuendorf weiter.

Die FIFA hatte die Rot-Sperre von US-Torjäger Balogun aufgehoben. Der 25-Jährige hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er unabsichtlich auf dem Knöchel seines Gegners Tarik Muharemovic gelandet war. „The Athletic“ und die Nachrichtenagentur AP berichteten am Sonntag übereinstimmend, Trump habe bei Infantino angerufen, um sich für eine Aussetzung der Rot-Sperre des besten US-Torschützen für das WM-Achtelfinale gegen Belgien in Seattle einzusetzen.

05.07.2026 • 17:42 Uhr

„Wären die Deutschen dazu in der Lage gewesen?“

Auf die gewohnt aggressive, unorthodoxe, mindestens am Rande der Legalität wandelnde Art und Weise schaffte es Paraguay, nun auch Topfavorit Frankreich im WM-Achtelfinale nicht nur zu piesacken, sondern fast um den Verstand zu bringen. „Und vorsichtig fragte der Verstand nach, ob denn die Deutschen auch dazu in der Lage gewesen wären?“, überlegt sich WDR-Hörfunk-Reporter Burkhard Hupe und erwischte sich sogar dabei, die Daumen für die paraguayische Mannschaft und ihren „Überfall auf den schönen Fußball“ zu drücken. Eine Glosse über jenen „Phantomschmerz“, den das Fehlen des DFB-Teams in diesem Achtelfinale auslöste.

05.07.2026 • 10:10 Uhr

Klopp-Entdecker: „Bundestrainer nicht mit Vereinstrainer zu vergleichen“

Als Christian Heidel Jürgen Klopp 2001 zum Trainer des damaligen Zweitligisten Mainz 05 ernannte, konnte er kaum ahnen, dass der einer der besten Trainer der Welt werden würde. 25 Jahre Jahre und zahlreiche Titel danach glaubt Heidel, dass sein Freund Klopp „ein perfekter Bundestrainer“ sein könnte.

„Ein Bundestrainer ist nicht zu vergleichen mit einem Vereinstrainer“, glaubt Heidel. Deshalb sei auch der „überragende Trainer“ Julian Nagelsmann gescheitert. Heidels Analyse: „Ich würde sagen, Empathie, Ausstrahlung, das Emotionale, das ist jetzt nicht unbedingt die große Stärke von Julian, das ist aber die große Stärke von Jürgen Klopp.“

04.07.2026 • 21:13 Uhr

Klopp der ewige Schattentrainer des DFB-Teams

Sollten sich die der DFB und Jürgen Klopp einigen, kommt zusammen, was so viele Leute schon seit Jahren zusammen gesehen haben. Wann immer es in den vergangenen Jahren nicht allzu gut lief, „Kloppo“ war in Windeseile ein offen diskutiertes Thema – und das kam oft vor. Schon 2006 hatten die Ersten in ihm einen potenziellen Nachfolger von Jürgen Klinsmann gesehen, weil er als TV-Experte so sehr begeisterte, damals war Klopp noch Trainer bei Mainz 05.

Viel konkreter wurde es 2018 nach dem Gruppen-Aus bei der WM in Russland, als Joachim Löw auf der Kippe war. Klopp winkte ab, er war damals beim FC Liverpool, sagte aber, wenn er mal verfügbar wäre und der DFB anfragt, würde er darüber nachdenken. Im März 2021 machte er das nicht, obwohl Löw seinen Rücktritt im Anschluss an die EURO 2020 angekündigt hatte und auch im Juli 2023 winkte Klopp ab, als es unter Hansi Flick schlecht lief. Diesmal scheint es zur Zusammenkunft zu kommen.

04.07.2026 • 19:24 Uhr

Ex-Nationalspieler Gaudino: „Traurig, dass der deutsche Fußball da ist“

Als es Italien schon wieder nicht zur WM geschafft hatte, war in Deutschland schon das ein oder andere süffisante Schmunzeln wahrzunehmen. Der Meinung ist auch Ex-Nationalspieler Maurizio Gaudino (fünf Länderspiele, WM-Teilnehmer 1994), der sich über diese Haltung sehr wundert. „Wir machen uns immer lustig über andere Länder, wir machen uns lustig über Italien – und wir sind auf dem besten Wege, in die Richtung zu gehen“, sagte der Deutsch-Italiener bei „Sky“.

Nach dem DFB-Ausscheiden im Sechzehntelfinale und den Ergebnissen der vorigen Turniere findet es Gaudino „einfach traurig, dass der deutsche Fußball da ist, wo er gerade ist“. Man habe bei der WM gesehen, dass Deutschland zwar gute Spieler habe, „aber nicht mehr auf dem Niveau, auf dem wir sie international brauchen“.

04.07.2026 • 17:39 Uhr

Klopp zieht als WM-Experte durch

Mit seinen Auftritten bei „MagentaTV“ hat Jürgen Klopp während der WM schon mehrfach für Aufsehen gesorgt. Alles begann mit seinem mittlerweile berüchtigten „noch“, nachdem er gesagt hatte, dass Julian Nagelsmann die Mannschaft „zum Glück“ aufstelle. Da innerhalb von wenigen Wochen aus diesem „noch“ ein „jetzt nicht mehr“ geworden ist und Klopp bald derjenige sein soll, der für das DFB-Team verantwortlich ist, wird seine Rolle als TV-Experte umso pikanter.

Nun ist aber entschieden worden, dass Klopp in dieser Rolle bis zum Ende des WM-Turniers bleibt. „Wir planen mit Jürgen Klopp bis zum Ende des Turniers, er wird beim Finale mit dem kompletten Experten-Team für uns im Einsatz sein“, sagte Arnim Butzen, TV-Chef der Telekom. Am 19. Juli findet in New York/New Jersey das Endspiel statt, als weitere Experten im Team werden dort Thomas Müller und Mats Hummels im mitwirken.

04.07.2026 • 15:21 Uhr

DFB-Umbruch: Auch Völler vor dem Aus?

Die DFB-Delegation, die sich in den USA zu Gesprächen mit Klopp treffen möchte (s. Eintrag um 14.11 Uhr), wird wohl ohne Sportdirektor Rudi Völler abreisen. Ob Völler (66) auch in der künftigen Sportlichen Leitung der Nationalmannschaft eine tragende Rolle einnehmen wird, hängt nach dpa-Informationen ebenfalls von der Neubesetzung des Bundestrainerpostens ab.

Offenbar steht deswegen auch ein zeitnaher Austausch zwischen Völler und Klopp im Raum. Völlers DFB-Vertrag läuft noch bis zur EM 2028. Im Zuge der vorzeitigen Trennung von Nagelsmann hatte der DFB gestern hinsichtlich der Neubesetzung des Bundestrainerpostens angekündigt, als ersten Schritt das Gespräch mit Klopp zu suchen. „Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert.“

04.07.2026 • 14:11 Uhr

Gespräche mit Klopp: DFB-Delegation fliegt in die USA

Die Verhandlungen zwischen Jürgen Klopp und dem DFB werden konkret. Wie aus dem Verband zu vernehmen ist, soll demnach Präsident Bernd Neuendorf (64) gemeinsam mit Ligapräsident und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke (67) im Laufe der kommenden Woche in die USA reisen. Dort will das Duo direkt mit Klopp (59) über die Nachfolge von Julian Nagelsmann sprechen. Das berichtete zuerst die „Bild“-Zeitung.

Watzke ist mit Klopp seit der jahrelangen erfolgreichen Zusammenarbeit bei Borussia Dortmund eng verbunden. Klopp ist bei der Fußball-WM in Amerika weiterhin als Experte für „MagentaTV“ im Einsatz. Er hat sein WM-Quartier in New York. Darum dürfte das Treffen mit der DFB-Spitze dort stattfinden.

04.07.2026 • 11:26 Uhr

Kimmich raus? Musiala auf die Bank? Diskussionen über DFB-Spieler

Der 59-fache Nationalspieler Dietmar Hamann hat einen Rücktritt von Joshua Kimmich aus der Nationalmannschaft gefordert: „Er ist nie über das Viertelfinale hinausgekommen, stellt sich hin und sagt, er läuft nicht davon“, sagte Hamann im „Tomorrow Business“-Podcast, obwohl die DFB-Elf mit Kimmich als Stammspieler das Halbfinale der EM 2016 erreicht hatte. Hamann fügt an: „Von so einem Spieler erwarte ich, dass er Verantwortung übernimmt und sagt: ‚Ich habe es nicht geschafft, ich bin jetzt mal weg.‘ Das würde ich erwarten.“

Auch Mats Hummels hatte schon bei „Magenta TV“ gefordert: „Da muss man vielleicht auch an Spieler ran, die Anfang 30 sind und mehrere Chancen hatten, für Deutschland bei Turnieren gute Ergebnisse zu erzielen“. Neben Kimmich würden Leroy Sané (30), Leon Goretzka (31) und Antonio Rüdiger (33) zu dieser Beschreibung passen.

Anders blickt Philipp Lahm auf Kimmich. Er wünscht sich eine zentrale Rolle für den DFB-Kapitän: „Man braucht einen Kern, der Verantwortung übernimmt. Eine Gruppe von Spielern, die immer spielt – und zwar auf ihren gewohnten Positionen“, schrieb Lahm in einem Beitrag für „The Athletic“ und argumentierte, dass Kimmich auch in der DFB-Elf im Mittelfeld auflaufen sollte und nicht als Rechtsverteidiger. Im Angriff soll laut Lahm Kai Havertz der Fixstern sein. Und im offensiven Mittelfeld spricht er sich für Florian Wirtz aus – und nicht für FC-Bayern-Spieler Jamal Musiala.

04.07.2026 • 09:24 Uhr

Krawietz, Lijnders, Löw: Die möglichen Klopp-Assistenten

Mit dem Rücktritt von Julian Nagelsmann ist auch die Zeit seiner Co-Trainer Benjamin Hübner und Benjamin Glück beim DFB beendet. Der DFB hofft, dass Jürgen Klopp Nagelsmanns Nachfolger wird, auch Klopp äußerte sein Interesse.

Das lässt auch Rückschlüsse zu, wer die neuen Co-Trainer beim Nationalteam sein könnten. Der offensichtlichste Kandidat: Peter Krawietz. Wer sich die Stationen des 54-Jährigen ansieht, wird ein Muster erkennen. Seit 2001 – 2008 Scout bei Mainz, anschließend Co-Trainer bei Borussia Dortmund (2008 -2015) und dem FC Liverpool (2015 – 2024) Aktueller Arbeitgeber: Red Bull Soccer International, Position: „Head of Soccer Philosophy“.

Übersetzt heißt das, überall wo Klopp hingeht, kommt Krawietz mit. In einem Interview mit der „Sport Bild“ erklärte Krawietz die Verbindung zwischen ihm und Klopp: „Uns verbindet die Lust aufs Gewinnen, ein natürlicher Ehrgeiz und Bock auf Fußball“. Sollte Klopp Krawietz auch beim DFB an seiner Seite haben wollen, würde womöglich auch für ihn eine Ablösesumme fällig werden.

Der Name Löw ist beim DFB altbekannt und könnte auch in einem möglichen Trainerteam von Klopp auftauchen. Gemeint ist nicht „Jogi“ sondern Zsolt Löw (47). Der Ungar war lange Zeit an der Seite von Thomas Tuchel tätig, ehe ihn Klopp als „Head of Soccer Development“ zu Red Bull holte. Auch er könnte ein Kandidat für die Co-Trainer-Rolle sein. Ob der Getränkekonzern aber gleich drei seiner Führungsfiguren ziehen lassen würde, ist fraglich.

Diese Frage würde sich bei Pepijn Lijnders nicht stellen. Der Niederländer arbeitete von 2018 bis 2024 an der Seite von Klopp. 2024 übernahm er RB Salzburg als Cheftrainer, kehrte 2025 aber als Co-Trainer in die Premier League zurück, an die Seite von Pep Guardiola bei Manchester City. Seit dessen Vertragsauflösung im Sommer hat Lijnders noch keinen neuen Arbeitgeber.

Pepijn Lijnders lacht in die Kamera

Die Personalie Lijnders soll übrigens einer der Gründe für die unharmonische Trennung zwischen Klopp und seinem langjährigen Co-Trainer Zeljko Buvac (2001 – 2018) gewesen sein. Buvac ist mittlweile Sportdirektor bei Dynamo Moskau. Eine Wiedervereinigung beim DFB? Äußerst unwahrscheinlich.

03.07.2026 • 23:38 Uhr

Klopp über DFB-Job: „Timing besser als es jemals war“

Jürgen Klopp hat am Freitagabend bei „MagentaTV“ die Gespräche mit dem DFB bestätigt. Nach dem Aus der deutschen Nationalmannschaft habe „das Ganze durchaus zügig Fahrt aufgenommen“. Der Verband sei auf ihn zugekommen. Was zur Einigung fehle? „Zeit“, sagte Klopp, der aktuell „Global Head of Soccer“ bei „Red Bull“ ist. Er habe „einen bestehenden Vertrag und mehrfach gesagt, wie gerne ich diesen Job mache. Ich bin als Mensch normalerweise so, dass ich Verträge super gerne einhalte“, so der 59-Jährige.

Er ließ aber keinen Zweifel daran, dass er Interesse am Bundestrainer-Job hat: „Das Timing ist auch jetzt nicht perfekt, aber es ist besser als es jemals war von meiner Seite aus. Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt und bereit.“ Vor einer möglichen Unterschrift kündigte Klopp Gespräche an, die „intensiv sein müssen“. Die aktuellen Probleme würden nämlich „nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen. Deshalb muss man die Gespräche abwarten.“

Die Einigung mit „Red Bull“ klang bei Klopp nicht als allzu große Hürde. „Ich weiß, dass Oliver Mintzlaff (Geschäftsführung der Red Bull GmbH, Anm. d. Red.) der deutsche Fußball am Herzen liegt und er dementsprechend auch relativ offen ist für diese Gespräche, aber geführt werden müssen sie trotzdem“, so der Meistermacher von Dortmund und Liverpool. „Es ist schwierig, Gesprächen vorzugreifen, aber wir haben natürlich auch schon Dinge angetextet.“

03.07.2026 • 22:30 Uhr

Pro und Contra – Ist Klopp der Richtige für den Bundestrainer-Job?

Der DFB will, Jürgen Klopp hat „Bereitschaft signalisiert“ – und so spricht viel dafür, dass der 59-Jährige bald neuer Bundestrainer ist. Auf ihm ruhen große Hoffnungen. Zurecht?

Ja, findet Julia Büchler in ihrem „Tagesthemen“-Kommentar. Klopp – ein Kumpeltyp mit großer Fußballkompetenz – stehe für gute Laune, er gelte als Meister der Kommunikation und Motivation. Er besitze die Gabe, „eine Mannschaft emotional komplett aufzuladen“ – und genau so einen brauche die Nationalmannschaft jetzt. „Es geht ja nicht darum, den tausendsten taktischen Spielzug ganz genau einzustudieren, sondern darum, aus Führungsspielern und Nachwuchstalenten ein Team zu formen“, so Büchler. Das habe Klopp überall geschafft, wo er war. Er habe Spieler besser gemacht, einzeln und als Mannschaft. Und er strahle „Sicherheit und Vertrauen aus“.

Nein, kontert Franziska Roth. Zwar habe Klopp im Vereinsfußball alles gewonnen. Er sei der naheliegendste Kandidat als Nagelsmann-Nachfolger. „Ich könnte mir aber vorstellen, dass einige Spieler nach den flapsigen Haudrauf-Expertensprüchen von Klopp keine Jubelsprünge machen“, so Roth. Klopp habe mit kalkulierten Seitenhieben gegen Nagelsmann und die Mannschaft Stimmung gemacht und sich bis an die Grenze der Respektlosigkeit als Schattentrainer inszeniert. Roth findet: „Der DFB muss mehr machen, als den Schattentrainer zum Trainer zu machen. Ein großer Name, der naheliegendste Gedanke, wird die Probleme des deutschen Fußballs nicht heilen.“

03.07.2026 • 20:45 Uhr

Klopp-Unterschrift „wird sicherlich noch ein bisschen dauern“

Julian Nagelsmann habe „ganz fest an den Erfolg mit dem Team geglaubt. Das wurde hier bei jeder Trainingseinheit und Pressekonferenz in Winston-Salem deutlich“, berichtet Sportschau-Reporter Alex Schlüter, der das DFB-Team während der WM begleitete. Seine allerwichtigste Einsicht sei also gewesen, „dass es für künftige Aufgaben und Turniere doch einen besseren Mann gibt“. Am Ende habe er selbst um die Vertragsauflösung gebeten. Das ermögliche es ihm, gesichtswahrend abzutreten.

Der Verpflichtung von Jürgen Klopp als Nachfolger stehe „gar nicht mehr so viel im Wege“, so Schlüter. Er liege auf der Hand – so sehr, dass es „während des Turniers schon fast zu einer Bürde für Julian Nagelsmann wurde“. Klopps Interessensbekundung, sein Name in der Pressemitteilung des DFB – all das spreche eine „deutliche Sprache“.

Wenn da nicht noch sein Vertrag als „Head of Global Soccer“ bei „Red Bull“ bis 2029 wäre. Die vermeintliche Ausstiegsklausel für den Bundestrainer-Job „wurde von Konzernseite zuletzt dementiert“. Es sei also klar: „Es wird sicherlich noch ein bisschen dauern, bis die Unterschrift unter den Vertrag gesetzt werden kann.“

03.07.2026 • 20:31 Uhr

Schweinsteiger über Klopp: „Wir brauchen wieder Hoffnung“

Sportschau-Experte Bastian Schweinsteiger hat den Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann unmittelbar nach dem WM-Debakel begrüßt. „Es war für alle Seiten gut, dass es so schnell ging und es keine Hängepartie über Wochen und Monate gibt“, sagte der 41-Jährige. Nun sei es sehr spannend, ob es eine schnelle Einigung mit Jürgen Klopp gebe – „im Sinne des deutschen Fußballs, der leider am Boden liegt. Wir brauchen jetzt wieder Hoffnung.“

03.07.2026 • 19:22 Uhr

Klopp am Sonntag wieder auf Sendung

Der Bundestrainer in spe im TV-Einsatz: Trotz der beginnenden Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund wird Jürgen Klopp bis zum Ende der Fußball-WM weiter für „MagentaTV“ arbeiten. Nächster Auftritt: das Achtelfinal-Spiel zwischen Brasilien und Norwegen am Sonntagabend (Anpfiff: 22 Uhr). Das bestätigte der Sender dem SID. Klopp soll zudem noch bei „mehreren“ Partien – einschließlich des Endspiels – zu sehen sein. Wie er sich öffentlich zu den Verhandlungen äußert? Bleibt abzuwarten.

03.07.2026 • 18:44 Uhr

Internationale Presse – „Deutschland durchläuft Revolution“

Julian Nagelsmann ist weg, Jürgen Klopp steht bereit: Das beschäftigt auch die internationale Sportpresse. Nach der Enttäuschung bei der WM „durchläuft Deutschland eine Revolution“, schreibt „Le Parisien“ (Frankreich). Die spanische „AS“ fragt: „Hat Jürgen Klopp gerade seinen nächsten Traumjob bekommen?“ Und der englische „Daily Mirror“ textet: „Jur the Man! Klopp sagt, er ist bereit und Gespräche werden offiziell bestätigt, nachdem Nagelsmann gegangen ist.“

03.07.2026 • 17:53 Uhr

Müller drängt auf grundsätzliche Reformen

Thomas Müller fordert nach dem enttäuschenden WM-Abschneiden der Nationalmannschaft weitgehende Reformen im deutschen Fußball. Beim DFB sei jetzt „Anpacken angesagt“, schrieb der Weltmeister von 2014 in einem Beitrag auf der Plattform „LinkedIn“. „Nach fünf enttäuschenden Turnieren in Folge ist ein Konzept mit neuen, tiefgründigen Denkanstößen gefragt“, so der 36-Jährige. Es brauche eine „konsequente und moderne Spielerausbildung, die der zukünftigen Spielidee Rechnung trägt.“

Auf Klopps Selfie: Thomas Müller beim Schnappschuss mit Bastian Schweinsteiger und dem Bundestrainer in spe.

Zuvor hatten schon Oliver Kahn und Bastian Schweinsteiger den Fokus weg von Personaldiskussionen gelenkt und eine Debatte um Tugenden und Verantwortung der Fußballer entfacht. „Wir benötigen Verantwortungsbewusstsein, Fachwissen und auch den Mut, die notwendigen Veränderungen anzustoßen, um in der Zukunft wieder bis zum Schluss auf dem Parkett der großen Fußballbühne zu tanzen“, schrieb nun Müller. Auf die Personalien Nagelsmann und Klopp ging der 131-fache deutsche Nationalspieler in seinem Beitrag nicht konkret ein.

03.07.2026 • 15:07 Uhr

Brown-Wechsel zum FC Bayern offiziell

Der FC Bayern München hat die Verpflichtung von WM-Fahrer Nathaniel Brown bekanntgegeben. Der Linksverteidiger wechselt von Eintracht Frankfurt an die Isar und erhält dort einen Vertrag bis 2031.

03.07.2026 • 14:26 Uhr

Hitzlsperger: „Richtige“ Nagelsmann-Entscheidung

Der Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann knapp vier Tage nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft ist auch für Sportschau-Experte Thomas Hitzlsperger keine Überraschung mehr. „Und es ist die richtige Entscheidung“, betonte der 52-malige Nationalspieler. Auch wenn das offiziell bestätigte Werben des Verbandes um Jürgen Klopp als Nachfolger nachvollziehbar sei, so Hitzlsperger, „wäre der DFB gut beraten“, auch mit anderen Alternativen als nur dem früheren Liverpool-, Dortmund- und Mainz-Trainer zu sprechen.

Gleichwohl findet es der Vize-Europameister von 2008 und WM-Bronzegewinner von 2006 „noch viel wichtiger, überhaupt sich zu fragen, was der DFB inhaltlich verändern muss“. Dabei zielte Hitzlsperger auch auf weitere Führungspersonalien, die durch den angekündigten Rückzug von Geschäftsführer Andreas Rettig oder die Zukunft von Rudi Völler als Sportdirektor in den Fokus rücken.

DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig (li.) verlässt den Verband am Jahresende. Was wird aus Sportdirektor Rudi Völler (re.)?

Nicht zuletzt müsse es den Austausch mit den DFB-Jugendtrainern geben: „Die können besser beurteilen, ob wir ein Problem im Nachwuchs haben – oder nicht.“ Zeit dafür habe der Verband, meinte Hitzlsperger. Erst Ende September steht für die A-Nationalmannschaft – dann mit gleich vier Nations-League-Spielen binnen elf Tagen – das erste Wiedersehen nach der verkorksten Weltmeisterschaft 2026 an.

03.07.2026 • 12:30 Uhr

Auch Sport-Geschäftsführer Rettig verlässt den DFB

Nicht nur auf der Position des Bundestrainers gibt es Bewegung, auch DFB-Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig hört auf. Dies gab der DFB in der Mitteilung zum Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem WM-Debakel bekannt. Keine Angaben machte der Verband zur Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler. Der Weltmeister von 1990 war für Nagelsmann erster Ansprechpartner beim Verband.

Der 63 Jahre alte Rettig habe während der Sitzung der Gesellschaftervertreter und des Aufsichtsrates erklärt, dass er seinen zum 31. Dezember 2026 auslaufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht verlängern werde. Darüber habe er den DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf bereits vor Beginn der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft informiert.

03.07.2026 • 11:58 Uhr

Nagelsmann zurückgetreten – Klopp soll nachfolgen

Julian Nagelsmann ist nicht mehr Fußball-Bundestrainer. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag mitteilte, ist der 38-Jährige von seinem Amt als Bundestrainer zurückgetreten. Sein Vertrag war eigentlich noch bis zur EM 2028 gültig.

Schon seit Längerem wird aber über ein Engagement von Jürgen Klopp spekuliert. Nun bestätigt der DFB, dass der 59-Jährige als Nachfolger angedacht ist: „Hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens wird die DFB-Spitze nunmehr das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert“, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands. In den vergangenen gut eineinhalb Jahren hatte Klopp den Posten als „Global Head of Soccer“ im Fußball-Imperium des österreichischen Getränke- und Sportentertainment-Konzerns Red Bull inne. Die WM 2026 begleitet er als Experte für das Streamingportal MagentaTV.

Nun stehen dem DFB aber Verhandlungen bevor. Zum Beispiel bezüglich einer möglichen Ablösezahlung an Red Bull und wegen Klopps Gehalt. Nach Informationen der Sportschau soll er bei Red Bull eine zweistellige Millionensumme verdienen, also nochmal deutlich mehr als der bisher bestbezahlte Bundestrainer der Geschichte Julian Nagelsmann. Auch bei einem Amtsantritt im August oder September wäre es außerdem schwer vorstellbar, dass Klopp als designierter Bundestrainer die restliche WM bei MagentaTV analysiert.

Sportschau-Experte Bastian Schweinsteiger sagte schon am Mittwochabend im Gespräch mit Moderatorin Esther Sedlaczek auf die Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass Jürgen Klopp neuer Bundestrainer wird: „Ich glaube, dass es passieren wird. Es ist alles natürlich noch nicht sicher, aber ich habe das Gefühl, dass es wahrscheinlich so passieren wird.“ Er könnte Recht behalten.

03.07.2026 • 10:23 Uhr

DFB-Sitzung um 11 Uhr – Nagelsmann vor Rücktritt

Das DFB-Präsidium und der Aufsichtsrat treffen sich nach Sportschau-Informationen um 11 Uhr. Dabei soll es um das Ende des Bundestrainers Julian Nagelsmann gehen. Die Sitzung findet in Frankfurt statt, manche Teilnehmer werden sich virtuell dazuschalten. Nach der Sitzung wird zügig mit der offiziellen Bekanntgabe des Nagelsmann-Rücktritts gerechnet.

03.07.2026 • 09:18 Uhr

Julian Nagelmann will offenbar als Bundestrainer zurücktreten

Julian Nagelsmann will nach Informationen der Bild-Zeitung seinen Rücktritt erklären. Einen Tag nach der Krisensitzung in der DFB-Zentrale am Donnerstag macht er demnach den Weg für einen neuen Bundestrainer frei.

Nagelsmann war mit der DFB-Auswahl in der Nacht von Montag auf Dienstag im Sechzehntelfinale der WM im Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert. Unmittelbar nach dem Ausscheiden hatte er einen Rücktritt noch ausgeschlossen. Bei dem Treffen in Frankfurt soll ihm die DFB-Spitze aber diesen Schritt nahegelegt haben.

03.07.2026 • 07:52 Uhr

Nagelsmann und der DFB – Die Zeichen stehen auf Trennung

Hektische Betriebsamkeit beim Deutschen Fußball-Bund (DFB): Nach der verpatzten Weltmeisterschaft und einem Krisentreffen am Donnerstag scheint die Zeit von Julian Nagelsmann als Bundestrainer abzulaufen. Nach Informationen der Sportschau könnte am heutigen Freitag eine Entscheidung bekanntgegeben werden. Es geht wohl nur noch um die Art der Verkündung und um viel Geld. Nagelsmanns Vertrag beim DFB ist noch bis 2028 gültig.

03.07.2026 • 00:14 Uhr

Nagelsmann im Kreuzverhör – Entscheidung am Freitag?

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat offenbar eine Art Kreuzverhör mit der DFB-Spitze über sich ergehen lassen müssen. Wie Sportschau-Reporter Heiko Neumann im Gespräch mit tagesschau24 berichtete, wurde der 38-Jährige am Donnerstagmorgen in der Zentrale des Verbandes in Frankfurt am Main drei Stunden lang von Präsident Bernd Neuendorf, Geschäftsführer Andreas Rettig, Sportdirektor Rudi Völler sowie dem ersten Vizepräsident des DFB und Chef der Bundesliga, Hans-Joachim Watzke, nach den Gründen des frühen Scheiterns bei der WM befragt.

Nagelsmann habe sich zur Kaderzusammenstellung, seinen Personal-Entscheidungen während des Turniers sowie dem täglichen Miteinander im Basecamp des Teams äußern müssen. Zu den konkreten Gesprächsinhalten drang zwar nichts nach außen. Doch nach Informationen von Neumann legte Neuendorf Nagelsmann anschließend nah, freiwillig von seinem Amt zurückzutreten. Der Bundestrainer habe sich Bedenkzeit erbeten, so der Reporter. Er rechnet damit, dass der DFB bereits im Laufe des Freitags die Trennung von Nagelsmann bekanntgeben wird.

„Ich kann mir in keinem Fall vorstellen, dass er Trainer bleibt“, sagte Neumann, „es gibt eine breite Ablehnungsfront in Deutschland gegen ihn.“ Seiner Meinung nach steht in Jürgen Klopp der Nachfolger schon in den Startlöchern. Und sollte der frühere Dortmunder Erfolgscoach den Posten antreten, wird Spordirektor Völler nach Meinung von Neumann abtreten. Mit weiteren Wechseln an der DFB-Spitze rechnet er aber nicht.