Deutsche Telekom-Aktie schwächer: Analyst zeigt sich vorsichtiger beim US-Geschäft

Die Deutsche Telekom-Aktie steht im Spannungsfeld zwischen vorsichtigeren Analysten und neuen Wachstumsfantasien. Warum ein Analyst sein Kursziel trotz Kaufempfehlung senkt.

• JPMorgan senkt Kursziel leicht, bleibt aber optimistisch
• Analystenkonsens signalisiert weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial
• Starlink-Kooperation eröffnet neue Wachstumsfantasien

JPMorgan wird etwas vorsichtiger – bleibt aber bullish

Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für die Deutsche Telekom von 41,50 auf 40,00 Euro gesenkt, die Einstufung jedoch auf „Overweight“ belassen. Die jüngste Kurserholung sei zwar grundsätzlich nachvollziehbar, mit zwischenzeitlich 34 Euro aber etwas überzogen gewesen, schrieb Analyst Akhil Dattani laut dpa-AFX.

Vor allem mit Blick auf das wichtige US-Geschäft sieht JPMorgan Unsicherheiten. Die Rückkehr der Aktie auf rund 31 Euro bewertet die Bank daher als vernünftig. Zudem dürfte das erste Quartal mehr Fragen als Antworten liefern, wie dpa-AFX berichtet. Auf Basis des letzten XETRA-Schlusskurses von 31,02 Euro ergibt sich dennoch ein Kurspotenzial von rund 29 Prozent.

Analystenkonsens bleibt klar positiv

Trotz der leicht vorsichtigeren Töne von JPMorgan bleibt das Gesamtbild deutlich konstruktiv. Laut Daten von TipRanks empfehlen derzeit alle zehn erfassten Analysten die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 38,49 Euro und signalisiert damit ein Aufwärtspotenzial von rund 24 Prozent.

Auffällig ist dabei der Kontrast: Während JPMorgan das Kursziel zuletzt leicht reduziert hat, haben andere Häuser wie Goldman Sachs und Morgan Stanley ihre positiven Einschätzungen bestätigt und ihre Kursziele sogar angehoben. Das unterstreicht, dass die langfristige Investmentstory weiterhin intakt ist.

Starlink-Deal liefert Fantasie für die Zukunft

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte zuletzt eine strategische Partnerschaft mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX und dessen Satellitendienst Starlink. Die Deutsche Telekom will damit künftig Mobilfunk aus dem All anbieten und so Funklöcher schließen.

Geplant ist, ab 2028 in mehreren europäischen Märkten satellitengestützte Direktverbindungen für Smartphones bereitzustellen. Die Technologie soll nicht nur Messaging, sondern auch Daten- und Sprachdienste ermöglichen. Ziel ist ein sogenanntes „Everywhere Network“, das auch in abgelegenen Regionen oder bei Ausfällen eine stabile Verbindung sicherstellt.

Neben der besseren Netzabdeckung steht vor allem die Ausfallsicherheit im Fokus. In Krisensituationen oder bei Naturkatastrophen könnte das Satellitennetz als zusätzliche Infrastruktur dienen und die Konnektivität sichern. Damit positioniert sich die Deutsche Telekom technologisch früh in einem potenziell wichtigen Zukunftsmarkt.

Am Montag entfernte sich die Aktie der Telekom sowohl vom JPMorgan-Ziel als auch von der durchschnittlichen Analystenbewertung und verlor auf XETRA schlussendlich 6,07 Prozent auf 29,11 Euro.

Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

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